Psychotherapie

Frau Kerstin Hentschel MSc bietet als Fachpsychologin für Psychotherapie FSP Beratungen und Therapien an.
Öffnungszeiten nach Vereinbarung
donnerstags und freitags

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Mobile:        + 41 79 679 64 84
E-Mail:         info (at) koerper-psyche-therapie.ch
Homepage: www.koerper-psyche-therapie.ch

Wie arbeite ich?

Ich arbeite körperorientiert an der Schnittstelle zwischen Psyche und Körper, oder body and mind wie man es heute modern ausdrückt.

KÖRPERPSYCHOTHERAPIE – WAS IST DAS?

Die Körperpsychotherapie gehört zu den ältesten Richtungen der modernen Psychotherapie und erforscht die Zusammenhänge zwischen Körper und Geist oder Körper und Psyche in ihrem Umfeld.
Damit verbunden ist eine systemische Sichtweise. Auf der einen Seite geht es um das System Mensch als Organismus und auf der anderen Seite geht es um das System Mensch in seiner Umgebung. Dadurch entsteht eine Vielzahl von Interaktionen und Wechselwirkungen nach innen und nach aussen.
Nach innen gerichtet haben wir es mit dem Wechselspiel zwischen Körper und Psyche oder Körper und Geist zu tun. Dabei spielt das autonome Nervensystem eine ganz wichtige Schnittstelle zwischen Psychologie und Physiologie. Das eine ist untrennbar vom anderen. So wie sich unsere Physiologie über unsere Empfindungen zum Ausdruck bringt und unsere Gefühle oder unser Denken beeinflussen kann (Schmerz kann Depression auslösen), kann sich unsere Psyche über unsere Gefühle oder unsere Gedanken auf unsere Empfindungen auswirken (Depression kann Erschöpfung auslösen und Schmerzempfinden verstärken).
Die Umwelt, in der wir leben, arbeiten und uns bewegen, nimmt zusätzlich Einfluss auf die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche.

Die Körperpsychotherapie greift das Zusammenwirken zwischen Körper und Psyche in unterschiedlicher Art und Weise auf.

ZU MEINER ARBEITSWEISE ALS KÖRPERPSYCHOTHERAPEUTIN

Auf der einen Seite erforsche ich mit meinen Klienten, wie sie über die Arbeit mit der Atmung, der Wahrnehmung ihrer Körperempfindungen, der Verkörperung von inneren Haltungen (Embodiment), über Bewegungen, über Veränderungen der inneren (Körper-) Bilder (hypnotherapeutischer Zugang) Einfluss nehmen können auf die Welt ihrer Gedanken, Denkmuster und Gefühle.
Auf der anderen Seite erforschen wir, wie über die Arbeit mit Gedanken, Glaubenssätzen, Überzeugungen oder über die Arbeit mit schwierigen Gefühlen Einfluss genommen werden kann auf das körperliche und emotionale Befinden.

HYPNOSOMATICS – DER HYPNO-SOMATISCHE ANSATZ IN DER PSYCHOTHERAPIE
Unter hpynosomatics, ein hypnosomatischer Ansatz in der Psychotherapie, den ich zu entwickeln versuche, verstehe ich die integrative Verbindung zwischen klinischer Hypnose und Hypnotherapie, Ego State Therapie, Körperpsychotherapie und Verfahren der sogenannten bifokalen multisensorischen Interventionen (BMSI).
Zu den bifokalen multisensorischen Interventionstechniken zählen sämtliche Techniken, die den Fokus der Aufmerksamkeit sowohl auf das zu bearbeitende Thema richten als auch auf die gleichzeitig dazu erfolgende sensorische Stimulation. Dazu gehören sowohl die Klopftechniken aus der energetischen Psychologie wie sie unter EFT, PEP oder BSFF bekannt sind, als auch Augenbewegungstechniken wie EMDR, RET, EMI, oder die neue innovative Technik des Brainspottings.
Die Arbeit mit inneren Ich Anteilen, Ego States, umfasst dabei auch die Arbeit mit und an verschiedenen Regionen des Körpers, auch inneren Organen.
Der Ansatz ist bindungs- bzw. beziehungsorientiert, prozessorientiert,  lösungsfokussiert und an den Phänomenen des Autonomen Nervensystems entsprechend der Polyvagalen Theorie orientiert (Sicherheit, Kampf, Flucht, Erstarren, Totstellen).

MEINE WICHTIGSTEN THEORETISCHEN GRUNDLAGEN

Wegweisend dabei ist für mich die Arbeit von Prof. Stephen W. Porges zum sozialen Nervensystem bzw. seine Polyvagale Theorie des Autonomen Nervensystems und die Interpersonale Neurobiologie (Cozolino et. al.).

Ferner sind neben diesem eher neurobiologischen Fundament weitere wichtige Grundlagen meiner Arbeit die aktuelle Säuglings- und Bindungsforschung (Grossmann; Brisch; Schore et. al.) sowie Persönlichkeits- oder Charakterstrukturmodelle, die von einer dynamischen Interaktion zwischen verschiedenen Persönlichkeitsanteilen oder Ich Zuständen ausgehen.
Lange Zeit standen für mich die Modelle der Integrativen Körperpsychotherapie IBP nach Jack L. Rosenberg (Agency und Charakterstil) im Vordergrund.
Seit meiner Weiterbildung und Zertifizierung als Ego State Therapeutin sehe ich in dem sehr viel flexibleren Metamodell der Ego State Therapie (Watkins & Watkins, Hartman, Fritzsche, Phillips et. al.) eindeutige Vorteile, denn Ego States mit ihren Beziehungsdynamiken und ihren zugrundeliegenden Beziehungsverletzungen können klarer adressiert und in ihrer Funktionalität gewürdigt werden. Diesen Ansatz erlebe ich als sehr wertschätzend und ressourcenorientiert.

Dieses neurobiologische Wissen als Grundlage nehmend ist es für mich wichtig im psychotherapeutischen Prozess

  • bindungsorientiert Struktur und Sicherheit gebend zu arbeiten,
  • frühe Bindungsmuster und Beziehungsverletzungen durch Szenarioarbeit aufzugreifen, sie im psychohistorischen Kontext (Transgenerationenperspektive) zu erfassen,
  • die daraus resultierenden psycho-physischen Überlebensstrategien verstehbar zu machen, sie zu „entkoppeln“ bzw. aufzulösen oder zu transformieren
  • sowie daraus entstandene Ich Anteile oder sogenannte Ego States in ihrer psycho-physischen Dynamik kennen zu lernen und in einen wertschätzenden Austausch mit ihnen zu treten.

ZIELE MEINES THERAPIEANSATZES

Ich unterstütze Menschen darin,

  • praktische Fähigkeiten zur Selbstregulation zu erlernen und zu entwickeln,
  • in Kontakt zu kommen mit ihrer inneren Stärke und ihren Kernkompetenzen
  • ihre Selbstwirksamkeit zu erproben
  • sowie ihre Ich Anteile in ein wirksames Ganzes zu integrieren.

MEINE UNTERSTÜTZUNG FÜR IHR PROFESSIONELLES HANDELN IN IHREM BERUFLICHEN BEZIEHUNGSUMFELD

Im Bereich Prozessentwicklung und Supervision ist es mir  unter Berücksichtigung bindungstheoretischer und neurobiologischer Aspekte von Sicherheit wichtig, Dynamiken innerhalb des Systems verstehbar werden zu lassen (interpersonell) und die Entwicklung neuer Prozesse anzuregen.
Relevant sind dabei folgende Fragen:

  • Mit welchen Ich- Anteilen (Rollen, Ich Zuständen, Ego States, Agency, Charakterstil) sind wir selbst gerade in Kontakt?
  • Mit welchen Ich- Anteilen (Rollen, Ich Zuständen, Ego States, Agency, Charakterstil) unseres Gegenübers sind wir in Kontakt?
  • Wer bringt welche Bindungsgeschichte mit?
  • Welche Beziehungsverletzungen haben wir in unserer Herkunftsfamilie erfahren?
  • Wie übertragen wir das in den beruflichen Kontext?
  • Gibt es in unserem beruflichen Kontext sogenannte Trigger, durch die bestimmte Ich Zustände hervorrufen werden können?
  • Welche Möglichkeiten der Selbstregulation können wir erlernen?
  • Wie können wir im beruflichen Kontext Selbstwirksamkeit, Sicherheit und Kompetenz erfahren?