Corona-Virus 19

Wir machen weltweit eine erstmalige, medizinisch-politische Generalprobe durch. Zwei Jahre nachdem im Herbst 2019, gemäss der Direktorin des Hochsicherheits-Virenlabors in Wuhan, einzelne Angestellte an einer  schweren viralen Infektion erkrankten, die sich innert weniger Wochen in Wuhan selbst, dann in China und weltweit ausbreitete, Covid-19 genannt, und der Erkenntnis, dass es sich effektiv um eine epidemische, wenn auch nicht so drastisch verlaufende Erkrankung handelt, wie zu Beginn vermutet, haben einzelne Weltregionen den SARS-CoV-2 genannten Virus nahezu eliminiert, während in anderen Regionen ein Ende der Erkrankungen nicht absehbar ist.

Die mit Hilfe der WHO und den Medien zentralisierte Durchführung massiver Einschränkungen der Bewegungs-, Versammlungs- und Behandlungsfreiheit entspricht einem Kriegsszenario. In vielen Ländern wurde ein Not- und Ausnahmerecht eingeführt, jedoch bis Ende 2021, trotz Selbst- und Fremdimmunisierung der Bevölkerung, nicht mehr aufgehoben. Gerechtfertigt wurde diese Aushebelung demokratischer Errungenschaften zuerst mit der Gefährlichkeit des Corona-Virus, nun zunehmend mit einer Überlastung des Gesundheitswesens.

Haben sich die Prognosen zur Gefährlichkeit des Coronvirus-19 (SARS-CoV-2) bestätigt?
In Wuhan, Provinz Hubei, China, deutete die hohe Erkrankungs- und Sterberate (um 3.4%) auf einen sehr aggressiven Virus hin, spätestens aber im Februar 2020 zeigten die Daten ausserhalb Hubeis ein anderes Bild: ein Virus, der sich schneller und aggressiver als die Influenza ausbreitet, rasch zu schweren Beschwerden und damit zu einem hohen Behandlungsaufwand führt, jedoch keine sehr hohe Sterblichkeitsrate zeigt. Im Februar 2020 wurde eine Mortalität um die 1.3% diskutiert. Im Mai 2020 konnte die Mortalität (Sterblichkeitsrate an oder mit Covid-19 bezogen auf die gesamte Bevölkerung) in Belgien, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Grossbritannien, Canada, and 12 US-Staaten genauer definiert und deutlich tiefer angesetzt werden:

  • Unter 65-Jährige: zwischen 0.0006% (Canada) und 0.0249% (New York City), wovon 97% bis 99% an schweren Vorerkrankungen litten.
  • Über 80-Jährige: zwischen  0.03% (Florida) und 1.06% (New York City)

Waren und sind Spitäler wegen Covid-19 überlastet? 
Laut offiziellen Angaben waren im gesamten Jahr 2020, dem Jahr der ersten Covid-Erkrankungswelle, die Spitäler Deutschlands unterdurchschnittlich belegt (-13%), ebenso die Intensivstationen (Auslastung 68.6%, ein „Allzeittiefpunkt“). Die Schweizer Regierenden (Nationalrat, Bundesrat, kantonale Regierungen) lassen interessanterweise zu, dass in Pandemie-Zeiten Spitäler geschlossen und Intensivbetten drastisch abgebaut werden. Von den ca. 1500 Intensivbetten im März 2020 sind im Dezember 2021 noch ca. 750 vorhanden (-50%). Prozentual liegt die aktuelle Auslastung der Intensivbetten bei etwa 80%, bei nicht abgebauten Kapazitäten läge sie bei etwa 40%. Spiegelt der Abbau an Intensivpflegebetten ebenfalls eine Unterbelegung der Spitäler? Wie kann dies sonst erklärt werden?

Wie gefährlich ist Covid-19? Wie hoch ist das individuelle Risiko, ein Intensivbett zu beanspruchen?
Im Juli 2021 konnte die Infection-Fatality-Rate, also die Sterblichkeit der an Covid-19-Erkrankten, genauer definiert werden:

  • Bei Säuglingen bis 19-Jährigen:       0.0027%  (etwa 1 Todesfall auf 37’037 Erkrankte)
  • Bei 20- bis 29-Jährigen:                    0.014%   (etwa 1 Todesfall auf    7143 Erkrankte)
  • Bei 30- bis 39-Jährigen:                    0.031%   (etwa 1 Todesfall auf    3226 Erkrankte)
  • Bei 40- bis 49-Jährigen:                    0.082%   (etwa 1 Todesfall auf   1220 Erkrankte)
  • Bei 50- bis 59-Jährigen:                    0.27%    (etwa 1 Todesfall auf      370 Erkrankte)
  • Bei 60- bis 69-Jährigen:                    0.59%    (etwa 1 Todesfall auf      170 Erkrankte)
  • Bei zu Hause lebenden Betagten:    2.4%      (etwa 1 Todesfall auf        42 Erkrankte)
  • Bei in Heimen lebenden Betagten:   5.5%      (etwa 1 Todesfall auf        18 Erkrankte)

Der sich entwickelnde Verlauf zeigt grosse regionale Unterschiede, je nach Luftbelastung mit Feinpartikeln, Altersstruktur der Bevölkerung, sozialem Stress, zugrunde liegender Gesundheit und der Möglichkeit des Zugangs zu medizinischen Dienstleistungen: dies könnte auch der Beginn eines Umdenkens sein, Medizin nicht als industriell herstellbares Verkaufsgut zu betrachten, sondern als eine sinnstiftende Aufgabe der Gesellschaft.

Politischer Umgang mit der Covid-19-Pandemie
Es gibt verschiedene Wege, mit einer Epidemie umzugehen. Insgesamt sollten die Massnahmen zweckmässig, wissenschaftlich und wirtschaftlich sein. Welchen Weg würden Sie wählen? Und welche hat bis anhin was bewirkt?

  1. Dem Virus den Kampf ansagen, zum Beispiel mit Desinfektionsmitteln, Masken, Wegsperren von Infizierten, Geschäftsschliessungen, Handelsbeschränkungen etc.
  2. Die natürliche Abwehr der gesamten Bevölkerung stärken, zum Beispiel durch ausreichende und gesunde Ernährung, Rauchstopp-Programme, Mangelbehebung mit Hilfe von Abwehr stärkenden Vitaminen, Mineralien und Pflanzen.
  3. Die natürliche Abwehr bei gefährdeten Bevölkerungsgruppen aufbauen durch Stressminderung, Sozialkontakte, Fürsorge, genügende und gesunde Ernährung, Mangelbehebung mit Hilfe von Abwehr stärkenden Vitaminen, Mineralien und Pflanzen.
  4. Eine spezifische Abwehr der gesamten Bevölkerung anstreben mit Hilfe einer sorgfältigen wissenschaftlichen Analyse der natürlichen Immunisierung über familiäre, soziale und berufliche Kontakte. Bei zu langsamer oder unzureichender spezifischer Abwehrentwicklung die Zeit für die Entwicklung von geeigneten Impfstoffen nutzen in Zusammenarbeit von staatlichen und privaten Organisationen, die sich in der Preisgebung spiegeln.
  5. Eine spezifische Abwehr der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen anstreben.
  6. Die spezifische Abwehr der gesamten Bevölkerung anstreben mit rasch entwickelten, minimal geprüften und im Notfall-Eilverfahren zugelassenen Impfstoffen einer bis anhin unbekannten Kategorie unter Haftungsausschluss allfälliger Folgeprobleme.
  7. Sich auf die Suche machen nach einer Frühbehandlung von an Covid-19 Erkrankten und an SARS-CoV-2 TrägerInnen. 

Zum Punkt 1: Dem Virus den Kampf ansagen
In den nun zwei Jahren „Krieg gegen SARS-CoV-2“ hat sich der Virus weltweit ausgebreitet und passt sich mittels Mutationen an. Da Viren innert weniger Tage Gene ändern können, benötigen sie nicht zwanzig Jahre bis zu einer Resistenzentwicklung, wie Bakterien, sondern einige Monate. Und wozu wollen wir SARS-CoV-2 noch eindämmen? Er ist ja schon überall. Vielleicht ist es nicht so klug, Viren „den Kampf“ anzusagen? Wie schnell wird der „Krieg gegen den Virus“ zum Krieg gegen uns Menschen? 

Wie hoch muss die Evidenz von Massnahmen sein, dass die sozialen, familiären, schulischen, mentalen und wirtschaftlichen Auswirkungen durch ein Social Splitting (Zerstörung des sozialen Netzes) kombiniert mit einem Economic Splitting (Zerstörung der lokalen Gewerbe) überhaupt akzeptabel sind? 
Die Faktenlage zur sozialen Isolation Nicht-Erkrankter (Quarantäne, soziale Events untersagen, Distanz halten, Maskentragen) als effiziente Massnahme gegen eine Viren-Ausbreitung zeigt keine hohe Evidenz, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart: Wird die Wirksamkeit von sanften sozialen Massnahmen mit einschränkenden Massnahmen in Bezug auf die Virenausbreitung zu selben Zeit verglichen, ist sie unbedeutend. So zum Beispiel erreichten Frankreichs rigorose Restriktionen um die 7% weniger Virenausbreitung im Vergleich zu Schwedens sanften Empfehlungen. Demgegenüber wird die Durchsetzung rigoroser nicht-pharmakologischer Pandemie-Bekämpfungsmassnahmen von massiven, schweren und gefährlichen Folgeschäden begleitet:

  • Verweigerter Zugang zu genügend Nahrung: Zunahme an extremem Hunger von 8.4% auf 10.4% der Weltbevölkerung. Diese 2% bedeuten den Hungertod für 156 Millionen Menschen, hundert mal mehr Tote, als durch Covid-19. Zusätzlich Zunahme an chronischem Hunger um 320 Millionen Menschen auf einen Drittel der Weltbevölkerung, das sind 2600 Millionen Menschen, die durch chronischen Hunger qualvoll gefoltert werden
  • Verweigerter Zugang zu Schulung und Bildung: Analphabetismus und Armut
  • Verweigerter Sozialkontakt: Vereinsamung, Drogenkonsum, Selbstmord
  • Verweigerte Bindung: mentale und emotionale Dauerschäden bei Kleinkindern
  • Ökonomische Zerstörung kleiner und mittlerer Unternehmen: Verarmung
  • Mentale Verrohung ohne Zugang zu Kultur, Humor, Witz und Theater

Angesichts dieser katastrophalen Folgen bei minimalem Nutzen ist die Weiterführung der nicht-pharmakologischen Pandemie-Bekämpfungsmassnahmen nicht mehr nachvollziehbar, es sei denn, die Menschheit und insbesondere ihre „Führer“ befinden sich in einer Art todbringendem Delirium.

Bei invasiven, mit deutlichen Risiken und Nebenwirkungen behafteten Eingriffen wird in der modernen Medizin ein Shared Decision Making empfohlen. Dasselbe scheint mir angebracht im Zusammenhang mit ähnlich folgenreichen politischen Eingriffen. Shared Decision Making funktioniert durch ein Darlegen aller bisher  bekannten Fakten und daraus sich ergebenden Empfehlungen zwischen ärztlicher Fachperson und betroffener, zu behandelnder Person mit einer Einigung, was zu tun ist.

Genauso kann dies politisch umgesetzt werden: in einem demokratischen Staat, wie zum Beispiel in der Schweiz, haben wir genügend kommunale und kantonale Strukturen, um gemeinsam unter Einbezug der Bevölkerung eine Entscheidung zu fällen. In der nun dritten von der WHO ausgerufenen Pandemie allein in den letzten 17 Jahren (SARS-Pandemie 2003,  H1N1-Grippe Pandemie 2009, Corona-Virus 2020) sollte der Ablauf dringend überdacht und vorausschauend festgelegt werden. Die Versuchung, über hohe Emotionen wie Angst und Panik undemokratische, autoritäre Massnahmen zu etablieren, ist sehr hoch, wie wir ÄrztInnen aus Erfahrung wissen.

  • Wenn kein auf wissenschaftlichen Fakten beruhender globaler Plan im Umgang mit Pandemien besteht, sollte es nicht oberste Priorität haben, einen solchen vorausschauend aufzubauen? Dies ist eine dringliche Aufforderung von in Betreuung und Pflege involvierten Fachpersonen, die die Zentralisierung von Infizierten in Spitälern als eine der Mit-Ursachen für die rasche Verbreitung der Coronavirus-Infektion sehen.
  • Ist im Anschluss an die dritte globale Infektion mit neuartigen Viren eine öffentliche Transparenz über die beforschten Viren, Virenpartikel, Gensequenzen und die ehemaligen und laufenden Studien nicht dringend notwendig?
  • Führt uns die Aggressivität der neuen Viren die Sackgasse vor Augen, in die wir alle gedrängt werden mit einer mächtigen, extrem reichen Mikro-Oberschicht und einer grösser, ärmer und machtloser werdenden Rest-Bevölkerung?
  • Ist es Zeit, die Schulden weltweit aufzuheben und einige Prozente des Reichtums der Wohlhabendsten 5% der Weltbevölkerung an die öffentliche Hand zurückzugeben? Hierzu UN-Generalsekretär Antonio Guterrez: die Pandemie muss zu einem anderen ökonomischen System führen. Oder verlassen wir überhaupt jegliches Zahlungsmittel-System? Die meisten ganz grossen Probleme wären wohl damit erledigt, von Korruption bis zu Krieg, von Leibeigenschaft bis zu Menschenhandel, von Umweltzerstörung bis zu Bio-Terrorismus.