Einige Fakten zu CoV-19 (Corona-Virus-19)

Faktenlage 20. März 2020 nach Robert Koch Institut Deutschland

Es gibt bis anhin keine belegbare Ansteckung durch eine beschwerdefreie Person.
Dies bedeutet: Menschen ohne Fieber, trockenen Husten, Atemnot, starke Gliederschmerzen oder starke Müdigkeit können den Corona-19 Virus übertragen, jedoch ohne eine schwere Erkrankung auszulösen, möglicherweise wegen zu tiefem Virus-Load. Singapur hat mit der Strategie, die Erkrankten rasch zu behandeln und  zu isolieren, eine sehr tiefe Erkrankungsrate (linear nicht exponentiell) und schont Bevölkerung, Wirtschaft und Ressourcen. Mit Hilfe der sozialen und wirtschaftlichen Isolation kann die Ausbreitung des CoV-19 verlangsamt und so Zeit zur Entwicklung eines Impfstoffes resp. einer spezifischen Therapie gewonnen werden.

Gesichtsmasken sind ausschliesslich für Behandelnde und Pflegende sowie für Erkrankte empfehlenswert.

Es gibt bis heute keine belegbare Ansteckung über Materialien.
Dennoch sind Viren über mehrere Tage nachweisbar, was aber nicht bedeutet, dass sie eine Erkrankung auslösen können. Sauberkeit und Hygiene sind immer wichtig. Händewaschen mit Wasser und Seife ist sehr wirksam und wird global empfohlen. Desinfektionsmittel sollten nur benutzt werden, wenn kein Wasser und Seife erreichbar sind sowie für Pflegende und Behandelnde.

Allgemein Wichtiges zu Covid-19 (Corona-Virus-Erkrankung)
Covid-19 (Corona-Virus 19) ist für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nicht gefährlich (sehr tiefe Ansteckungsrate von 2.4%). Für kranke und rauchende Jugendliche und junge Erwachsene ist CoV-19 ebenfalls gefährlich.
Auch Schwangere haben kein erhöhtes Erkrankungsrisiko.
Über 80% der Infizierten erkrankt gar nicht oder milde. Diese Gruppe kann CoV-19 übertragen, jedoch „Low Virus Load“, also ohne Erkrankungsrisiko für andere Personen (nach heutigem Wissensstand).
Etwa 15% erkranken deutlich und benötigen medizinische Hilfe, wie auch bei der saisonalen Grippe (17% bis 20%). Die Erkrankung mit CoV-19 ist rascher und schwerer, als diejenige der Influenza, obwohl die Influenza zu deutlich mehr Todesfällen führt.
Die Sterblichkeit ist bei älteren, vorerkrankten und geschwächten Personen höher wie auch bei Personen, die grosse Virusmengen (High Virus Load) aufnehmen, wie Behandelnde und Pflegende. Diese Personen benötigen Masken und Schutzbrillen.

Die Sterblichkeit insgesamt wird aktuell auf 0.8% (China ausserhalb der Provinz Hubei) bis 1.2% geschätzt:
Robert Koch Institut:
„Der (korrigierte) Fall-Verstorbenen-Anteil bei den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs „Princess Diamond“ wurde auf 2,3 %, der (korrigierte) Infizierten-Verstorbenen-Anteil auf 1,2 % geschätzt.
Eine aktuelle Studie schätzt (unter Anwendung einer anderen Methodik) einen Fall-Verstorbenen-Anteil von 5 % in der Provinz Hubei und 0,8 % für China (ohne Hubei) (Qi R, Ye C, Qin X-r, Yu X-J. Case fatality rate of novel coronavirus disease 2019 in China. medRxiv. 2020.).
Guan et al. beziffern den Fall-Verstorbenen-Anteil in einer Patientengruppe von 1.099 Personen (Interquartilsbereich [IQR]: 35–58 Jahre, Mittelwert (Median): 47 Jahre) auf 8,1% (14 / 173) unter schweren Erkrankungen (Beatmung oder Sepsis) und 0,1% (1 / 926) bei leichten Erkrankungen (gesamt 1,4%). Unter Patienten mit sehr schwerem Verlauf (ITS oder Lungenversagen) war der Fall-Verstorbenen-Anteil 22% (15 / 67).
Die Letalität beschreibt die Anzahl der verstorbenen Fälle als Anteil der Zahl der (tatsächlich) erkrankten Fälle. Dazu liegen keine verlässlichen Daten vor, weil die tatsächliche Anzahl erkrankter Menschen unbekannt ist und möglicherweise deutlich höher liegt als die Zahl der gemeldeten Erkrankungsfälle (…). Wenn tatsächlich die Zahl der erkrankten Fälle um einen Faktor 4,5–11,1 unterschätzt ist (…), dann beträfe das vermutlich v. a. die Zahl der (leichter) Erkrankten, die nicht durch das Überwachungssystem erfasst werden würden. Damit würde sich auch die (näher an der Wirklichkeit liegende) Letalität vermutlich um einen ähnlichen Faktor senken.“