Privatpraxis

The Ritzmann-Method

Medizin Feminin wird neu ab 1. Januar 2019 eine krankenkassen-unabhängige Privatpraxis unter dem Namen „The Ritzmann-Method“.

Was bedeutet das für Sie?
Die Privatpraxis ist eine krankenkassenunabhängige ärztliche Praxis, die es mir erlaubt, komplett frei auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten einzugehen.
Wir haben somit die Zeit, die Sie benötigen, für die Lösung der Probleme, die Sie zu mir führen ohne politische Vorgaben. Ihre Unterlagen für Diagnosen und Behandlungen bleiben bei mir ohne externen Zugriff durch Offenlegung an die Versicherer.
Sie  zahlen die ärztliche Leistung direkt ohne Rückvergütung durch die Krankenkassen. Eine Quittung für den Steuerabzug wird ausgestellt. Eine Preisliste ist unter Konditionen einsehbar.

Öffnung der Praxis für die Allgemeinheit:
Als Privatpraxis sind wir neuen Patientinnen und Patienten gegenüber offen. Bis anhin galt ein Neuaufnahmen-Stopp, obwohl wir im Durchschnitt täglich fünf Anfragen erhalten.
Speziell für Personen, die auf eine integrative Medizin angewiesen sind, ist die in den letzten fünfundzwanzig Jahren entwickelte Ritzmann-Methode geeignet. Sie ist eine Kombination von Pflanzenheilkunde, manuellen Techniken, psychologischem und medizinischem Können in den Gebieten Kinderwunsch, Gynäkologie, Geburtshilfe und muskuloskelettalen, vom Beckenring ausgehenden Dysfunktionen, speziell auch bei Kindern, Jugendlichen und Sportlern (Skoliosen, Low Back Pain, Kreuzschmerzen, Gangbild-Störungen etc.).

Warum eine Privatpraxis?
Es gibt viele Gründe, die vorgegebenen Wege zu verlassen. Die dringendsten haben mit der aktuellen Versicherungs-Politik zu tun, die durch den Bundesrat gestärkt und koordiniert wird:

Industrialisierung der Medizin, administrativer Druck und Abnahme des Datenschutzes:
Seit Januar 2018 gilt ein vom Bundesrat eingeführter Minutentakt für die ärztliche Kommunikation ausserhalb der Sprechstunde und ein Fünf-Minutentakt für ärztliche Gespräche und klinische Untersuchungen. Die uns zur Verfügung stehende Zeit wurde um ein Drittel reduziert. Dies erschwert und verunmöglicht oft eine gute medizinische Arbeit. Nicht gekürzt wurden gewinn-abwerfende Bereiche, wie technische Untersuchungen, operative Verfahren und Medikamentenverkauf.
Werden die engen Vorgaben nicht eingehalten, werden die einzelnen Ärztinnen und Ärzte von der Tarifsuisse schwer gebüsst:
Abweichungen von den verbindlichen Vorgaben müssen in einem aufwendigen Verfahren gegenüber der Tarif-Suisse, einer Tochtergesellschaft des Konzerns Santésuisse, begründet werden. Damit habe ich Erfahrung: zweimal schon habe ich meine ausgesprochen günstige, nachhaltige und sparsame Medizin vertreten müssen, beide Mal mit Erfolg. Aber was für ein Aufwand! Gelingt dies das nächste Mal nicht, sind sehr hohe Strafgebühren zu entrichten.
Die administrative Arbeit nimmt Jahr für Jahr zu. Seit Anfang 2017 bedeutet dies für Grundversorgende (Hausärztinnen und Hausärzte) ein zusätzlicher administrativer Arbeitstag pro Woche. Die Kosten für die Regulierung tragen die Ärzteschaft und die Bevölkerung. Die niedergelassene Ärzteschaft wird zu hohen Investitionen in Software und Hardware gezwungen, ohne Rückvergütung. Werden elektronische Patienten-Dossiers obligatorisch, wie schon mehrfach angekündigt, wird der ärztliche Datenschutz Makulatur.
Gleichzeitig wird auf bundesrätlichen Beschluss hin die Vergütung der Grundversorger-Praxen kontinuierlich reduziert. Da Miete und Löhne nicht abnehmen, können sich Grundversorger nur durch Mehrarbeit halten. Dies macht zunehmend Druck, die Praxis zu schliessen und sich anstellen zu lassen, eine industrielle 5-Minuten-Medizin zu betreiben, persönliche Verluste hinzunehmen oder sich selber auszubeuten. Keiner dieser Wege sagt mir zu.

Fair-Medicine:
Auf der Ebene der Versicherungen ähnelt die Situation in der Medizin derjenigen in der Lebensmittel-Industrie: zwischen den Produzenten und den Kunden hat sich eine eigene Industrie etabliert, eine Form von Zwischenhandel, die zunehmend die Produktionsbedingungen diktiert und immer öfters auch besitzt. Im medizinischen Bereich haben sich die ursprünglich als Non-Profit-Organisationen gegründeten Versicherungen zu einem hoch-profitablen Geschäft ausgebaut. Ein Fair-Medicine-Label analog dem Fair-Trade-Label ist dringend notwendig. Da die Bevölkerung ohne den Zwischenhandel selbstverantwortlicher, gesünder und reicher bleibt, ist dies mein Weg. PatientInnen und ÄrztInnen können sich so ungestört auf die Kunst des Heilens konzentrieren.

Zerstörung günstiger Gesundheitswesen:
Auf der Ebene der Politik ist seit den 90er Jahren eine systematische Deregulierung von einst günstigen und effizienten Gesundheitswesen zu beobachten. Länder mit einer hohen Dichte an HausärztInnen sind medizinisch gut und günstig versorgt, wie die Schweiz bis zum Krankenkassen-Obligatorium 1996, während eine hohe Spezialisten-Dichte zusammen mit einer zwangsregulierten Bevölkerung zu einem teuren und gefährlichen Gesundheitswesen führen, wie in den USA.
Kurzfristig wirft die Medizin-Industrie hohe Gewinne für wenige Personen ab, sie führt aber zu gesundheitsschädlicher Fast-Medicine mit fatalen Folgen für die gesamte Bevölkerung. Eine gute, sichere und günstige medizinische Versorgung ist leider nicht im Interesse der Medizin-Industrie, genauso wenig wie Gemüsegarten, Markt und eigenes Kochen den Fast-Food-Giganten behagt.

Kommerzialisierte Medizin:
Wollen wir wirklich, dass unsere Gesundheit ein Verkaufsgut ist? Wahrscheinlich möchte dies die Mehrheit der Bevölkerung nicht. Dennoch wird das Schweizer Gesundheitswesen seit 1996 systematisch zu einem Verkaufsprodukt umgebaut, analog den gut funktionierenden Vorgaben aus den USA, Deutschland, Österreich, Südafrika und anderswo.
Gute und sichere Medizin fusst auf gegenseitigem Vertrauen, einem ausführlichen Gespräch und einer individuell angepassten körperlichen Untersuchung. Dies kann nicht industriell erzeugt und vermarktet werden. Im Gegenteil: es ist die lokale Konkurrenz zur globalisierten Medizin-Industrie.
Nicht zufällig folgt der Annahme eines Versicherungs-Obligatorium, 1996 in der Schweiz, jeweils die systematische Zerstörung des öffentlichen Vertrauens in die lokale Ärzteschaft. Damit wird politisch erst möglich, was als nächster Schritt folgt: die Vergütung der GrundversorgerInnen konsequent zu reduzieren und gleichzeitig selbständige ärztliche Praxen finanziell, politisch und regulativ derart zu überlasten, dass durch fehlende Nachfolge sie von selber verschwinden oder sich in einem Angestelltenverhältnis dem ökonomisch-politischem Diktat unterordnen. Auf diesem Weg ist die Schweiz schon weit fortgeschritten.

Kleiner ökonomischer Exkurs:
Wie wird ein Gesundheitswesen kommerzialisiert?
Zuerst werden normierte Produkte kreiert, zum Beispiel T-Shirts, Stiefel, eine EU-Banane oder eben eine Blinddarm-Operation, eine HPV-Impfung oder eine gynäkologische Vorsorgeuntersuchung.
Damit ein Handel aufgebaut werden kann, müssen die Produkte normiert sein: in Grösse, Dauer, Länge, Farbe, Inhalt, Zeit, Aufwand etc. Im medizinischen Bereich führt dies zum Beispiel zu Fall-Pauschalen („eine Blinddarm-Operation“) oder Zeitpauschalen („eine gynäkologische Vorsorgeuntersuchung“) oder Einkaufspreisen („eine HPV-Impfung“). Über die Preise kann dann des Langen und Breiten gestritten werden, was viel Arbeitszeit und Energie absorbiert.
Sobald das Produkt („eine segmentale Brustkrebs-Operation“) festgelegt ist, fallen alle individuellen Bedürfnisse schon im Voraus weg. Diese „Nebenwirkung“ der Normierung gefährdet direkt Patientinnen und Patienten. Um die Gefahr der Fehlbehandlung zu reduzieren, wurden weitere regulative Massnahmen notwendig (Name, Körperteil und geplante Operation aufrufen oder computerisierte Checkliste der Nebendiagnosen mit der geplanten medikamentösen Behandlung etc.) Auch hier wird sehr viel Energie und Arbeitszeit investiert.
Die so kreierten Produkte können nun global gehandelt werden. Die Vermarktung hat ihre eigenen Regeln: eigene Produkte müssen als sehr gut dargestellt, Konkurrenzprodukte möglichst verhindert, Gesetze möglichst auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Im globalen Handel gelten ökonomische Regeln wie Gewinnmaximierung, Einflussnahme auf einen möglichst exquisiten Marktzugang, Monopolisierung etc. Hier sind soziale, nachhaltige, präventive Aspekte störend, da sie Herstellung, Verkauf und Gewinne behindern können, weswegen sie möglichst umgangen und bekämpft werden. Der ökonomischen Logik folgend können auch Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gewinnbringend behandelt werden, sobald die Gefahren eines politischen Verbotes oder einer juristischen Verurteilung gebannt sind.
Im Medizinbereich bedeutet dies: die gehandelten Produkte müssen weder gesundheitsfördernd noch sozial verträglich sein, sie müssen einzig gewinnbringend sein.

Die Vereinnahmung von Wissenschaft und Forschung:
Die Medizin-Industrie deklariert sich aus naheliegenden politischen Gründen nicht offen. Um die öffentliche Hand, die meistens für die universitäre Ausbildung, Lehre und Forschung wie auch für die staatlichen Forschungsgelder aufkommt, naiv und wohlwollend zu halten, wurde in den letzten etwa zwei Jahrzehnten weltweit eine von der Medizin-Industrie gesponserte und dirigierte Forschungs-Industrie aufgebaut. Geheimnisse und Lügen sind hier essentiell.
Gemäss Professor Ian Chalmers, einer der Gründer und Leiter der Cochrane Database, waren nach eigener minutiöser Untersuchung gute 85% der Studien-Rohdaten für wichtige medizinische Leitlinien nicht verlässlich, sprich: erfunden, weggelassen, falsch zugeordnet oder abgeändert worden.
Zusätzlich ist die Deklaration eines Industrie-Sponsoring weder ein Hindernis-Grund für den Einsitz in medizinischen Gremien und Kommissionen, noch wird eine fehlende Deklaration gebüsst.
Der Kreis schliesst sich, wenn die Ergebnisse von Studien manipuliert sind, die medizinischen Gremien zur Erstellung von Leitlinien mehrheitlich aus gesponserten ÄrztInnen bestehen, wichtige politische Gremien wie nationale Impfkommissionen, die WHO, „Ärzte ohne Grenzen“ intransparent sind und nun eine der letzten verlässlichen wissenschaftlichen Institutionen, die Cochrane Database,  dem Sponsoring erliegt und ein wichtiges, unabhängiges Mitglied aus dem eigenen Vorstand entfernt.

Was können wir tun?
Der Verkauf der Bevölkerung an die international tätige Medizin- und Versicherungs-Industrie kann nur gemeinsam politisch gestoppt und transformiert werden. Denkbar sind regionale Krankenkassen als Non-Profit-Organisationen: die per Bundesgerichtsurteil zum Verschwinden gebrachte, letzte lokale Krankenkasse der Schweiz (Turbenthaler Krankenkasse) hatte 1996 bis 2016 kaum Prämienerhöhungen durchgeführt! Das gesamte Geld der übrigen Schweizer Bevölkerung, das seit 1996 als obligatorische Pro-Kopf-Steuer in die restlichen Krankenkassen abfliesst, könnte zur Gesunderhaltung der Bevölkerung genutzt und zu einem kleinen Teil als Non-Profit-Fond für schlechte Zeiten zur Seite getan werden. Wir alle wären selbstverantwortlicher, gesünder und reicher.

Was kann ich tun?
Als Privatpraxis kann ich den politischen Einfluss auf ein Minimum reduzieren. Meine eigenen Erfahrungswerte kann ich sammeln und mich darauf verlassen. Als Ärztin bleibe ich frei, eine gute, günstige und nachhaltige Medizin zu betreiben, also Fair-Medicine.