Aufbau des Basisschutzsystems

Krebs, immunologische Erkrankungen, entzündliche Erkrankungen, Diabetes, Fettstoffwechselerkrankungen und ihre Folgen wie auch viele hormonelle Störungen können heute als spezifische Störungen eines gut erforschten Stoffwechselnetzwerkes angesehen werden. Die physiologische Funktion dieses Stoffwechselnetzwerk hängt von der Sättigung des Basisschutzsystems ab. Mangelzustände im Basisschutzsystem werden auch als ER-Beta-Mangelkrankheiten (ER-Beta=Östrogen-Rezeptor-Beta) beschrieben, da das ER-Beta-System  zu Beginn der Forschung in diesem Gebiet stand und einen sehr wichtigen Anteil am Basisschutzsystem ausmacht.
Aufbau und Sättigung des Basisschutzsystem ist kulturell und historisch  verschieden.  Von grosser Wichtigkeit sind die ersten drei bis sieben Lebensjahre inklusive der Schwangerschaft der Mutter. Ehemalige Kinder aus Kriegs- und Hungerzeiten zeigen eine lebenslange Anfälligkeit für Krankheiten aufgrund eines tiefen Basisschutzsystems.

Wieso ist unser Basisschutzsystem nicht gesättigt? Wie können wir es aufbauen? Hat der spätere Aufbau überhaupt noch einen Einfluss auf Erkrankungen?
Einige Antworten aus der Praxis:

Hat der spätere Aufbau überhaupt noch einen Einfluss auf Erkrankungen?
Nach zehn Jahren systematischer Beratung im Aufbau des Basisschutzsystems ist ein positiver Einfluss in jedem Lebensalter klar ersichtlich. Bei etwas über 5200 Personen kommen sehr selten Krebs-Neuerkrankungen vor,  sehr selten frühzeitige, krankheitsbedingte Todesfälle, keine Zuckerstoffwechel-Störungen bei den Schwangeren, sehr selten bis keine Frühgeburten, sehr selten bis keine Schwangerschaftsvergiftungen (Präeklampsien, Gestosen). Dies entspricht dem Ausmass an positiver Wirkung auf Gesundheit und Sterblichkeit, die Michel de Lorgeril mit einer einmaligen, einstündigen Ernährungsberatung in Bezug auf mediterrane Kost mehrmals über Jahre belegen konnte. Dies bedeutet, dass jederzeit im Leben mit dem Aufbau des Basisschutzsystems begonnen werden kann und es sich positiv auswirken wird.

Wie können wir das Basisschutzsystem aufbauen?
Die wichtigste Massnahme ist die täglich Einnahme von Grünsaft zwischen 1dl (Kinder, Menschen mit Darmerkrankungen) bis zu 4dl (Betroffene von entzündlichen und tumorösen Erkrankungen). Die kurzfristige erste Wirkung zeigts sich meist nach 7 Tagen Einnahme: der Darm arbeitet gut mit einem täglichen Stuhlgang von weichem Stuhl. Nach einem Monat zeigen sich meist die ersten systemischen Wirkungen wie Abnahme von Asthma, Verminderung von Hauterkrankungen, ausgeglichener Zuckerstoffwechsel, ausgeglicheneres Befinden, mehr Energie, langsame konstante Gewichtsabnahme bei zu schweren Personen, langsame konstante Gewichtszunahme bei zu leichten Personen.
Das Reduzieren und Vermeiden von Entzündungsmachern ist die zweite wichtige Massnahme. Gemäss Erfahrung und dem Dietary Inflammatory Index, einer Aufstellung von untersuchten Nahrungsmitteln und Gewürzen in Bezug auf ihre entzündungsmachenden Eigenschaften, sind die stärksten Entzündungsmacher Zucker in allen Formen, speziell Rohrzucker und Alkohol, Weissmehl (Pasta, Pizza, Zopf) und verarbeitetes, rotes Fleisch (Wurstwaren, Fast Food). Dies entspricht den Resultaten mit mediterraner Kost.