Aufbau des Basisschutzsystems

Krebs, immunologische Erkrankungen, entzündliche Erkrankungen, Diabetes, Fettstoffwechselerkrankungen und ihre Folgen wie auch viele hormonelle Störungen können heute als spezifische Störungen eines gut erforschten Stoffwechselnetzwerkes angesehen werden. Die physiologische Funktion dieses Stoffwechselnetzwerk hängt von der Sättigung des Basisschutzsystems ab. Mangelzustände im Basisschutzsystem werden auch als ER-Beta-Mangelkrankheiten (ER-Beta heisst Östrogen-Rezeptor-Beta) beschrieben, da das ER-Beta-System  zu Beginn der Forschung in diesem Gebiet stand und einen sehr wichtigen Anteil am Basisschutzsystem ausmacht.
Aufbau und Sättigung des Basisschutzsystem ist direkt abhängig von der Ernährung und damit kulturell und historisch  verschieden.  Von grosser Wichtigkeit sind die ersten drei bis sieben Lebensjahre inklusive der Schwangerschaft der Mutter. Ehemalige Kinder aus Kriegs- und Hungerzeiten zeigen eine lebenslange Anfälligkeit für Krankheiten aufgrund eines tiefen Basisschutzsystems.

Wieso ist unser Basisschutzsystem nicht gesättigt? Wie können wir es aufbauen? Hat der spätere Aufbau überhaupt noch einen Einfluss auf Erkrankungen? Einige Antworten aus der Praxis:

Der Aufbau des Basisschutzsystems kann jederzeit mit grossem Nutzen begonnen werden:
In unserer Praxis ist nach zehn Jahren Ernährungsberatung (Aufbau des Basisschutzsystems) ein positiver Einfluss in jedem Lebensalter klar ersichtlich. Bei etwas über 5900 Personen (Stand Sommer 2021) sind Krebs-Neuerkrankungen,  frühzeitige, krankheitsbedingte Todesfälle, Zuckerstoffwechsel-Störungen bei Schwangeren, Frühgeburten und Schwangerschaftsvergiftungen (Präeklampsien, Gestosen) sehr selten geworden.
Diese Beobachtung entspricht der WHO-Beurteilung, dass Krebserkrankungen mit Hilfe einer Änderung in Ernährung und Lebensstil um 90% (!) reduzierbar wären, wie auch den Langzeitstudien von Michel de Lorgeril, der dieselbe Wirkung nach einer einmaligen, einstündigen Beratung in mediterraner Kost sah. 

Wie baue ich das Basisschutzsystem auf?
Die wichtigste Massnahme ist die tägliche Einnahme von Grünsaft zwischen 1dl (Kinder, Menschen mit Darmerkrankungen) bis zu 4dl (Betroffene von entzündlichen und tumorösen Erkrankungen). Die kurzfristige erste Wirkung zeigt sich meist nach einer Woche: der Darm arbeitet gut mit täglichem Stuhlgang von weichem Stuhl. Nach einem Monat zeigen sich meist die ersten systemischen Wirkungen wie Abnahme von Asthma, Verminderung von Hauterkrankungen, ausgeglichener Zuckerstoffwechsel, ausgeglicheneres Befinden, mehr Energie, langsame konstante Gewichtsabnahme bei zu schweren Personen, langsame konstante Gewichtszunahme bei zu leichten Personen.
Das Reduzieren und Vermeiden von Entzündungsmachern ist die zweite wichtige Massnahme. Gemäss Erfahrung und dem Dietary Inflammatory Index, einer Aufstellung von untersuchten Nahrungsmitteln und Gewürzen in Bezug auf ihre entzündungsmachenden Eigenschaften, sind die stärksten Entzündungsmacher Zucker in allen Formen, speziell Rohrzucker und Alkohol, Weissmehl (Pasta, Pizza, Zopf) und verarbeitetes, rotes Fleisch (Wurstwaren, Fast Food). Dies entspricht den Resultaten mit mediterraner Kost.